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EIN SOMMER AUF DER WEIDE – SO GEHT'S

01.05.2013

Nichts ist artgerechter, als seine Pferde auf der Weide zu halten: stetige Futteraufnahme, kleine Mahlzeiten, ständige Bewegung. Die Weidehaltung scheint erst einmal relativ einfach und kostengünstig zu sein. Aber bei der Fütterung von Weidepferden gibt es auch einiges zu beachten.

Stundenweise auf die Wiese, viel strukturreiches Grundfutter

flickr johndalWeidefutter ist für das Pferd ein hochverdauliches Futter, dessen Nährstoffgehalt sich je nach Jahreszeit verändert. Im Frühling ist das Gras oft zucker- und proteinreich sowie rohfaserarm – eine radikale Futterumstellung im Vergleich zur bisherigen Stallfütterung im Winter. Um die Verdauung der Pferde optimal auf die Weide vorzubereiten und Fehlgärungen bzw. Übersäuerung zu vermeiden, empfiehlt sich deshalb eine zunächst stundenweise Anweidung, sowie die Zufütterung von strukturreichem Grundfutter, wie Stroh und grobfaserigem Heu. GRANUTOP bereitet durch seine darmregulierenden Inhaltsstoffe (Bierhefe und Apfeltrester) die Mikroorganismen des Magen-Darm-Trakts optimal auf diese Futterumstellung vor. Bierhefe stellt zum Beispiel das Gleichgewicht der Darmflora her und verbessert den Rohfaserabbau und die Verdaulichkeit der Nährstoffe. Pferdehalter können so etwas vorbeugend gegen Weidedurchfall und Kotwasser tun.

 

Im Sommer mit Heu, Stroh oder Mischfutter zufüttern

Im Sommer wird das Gras älter, der Eiweißgehalt geht zurück und der Rohfasergehalt steigt. Das Gras wird härter und ballaststoffreicher. Die  Aufwuchsleistung des Grases geht deutlich zurück. Jetzt muss der Speiseplan der Pferde vielfach mit Grundfutter wie Heu und Stroh, manchmal sogar mit Mischfutter ergänzt werden. Dr. Achim Reusch, Tierarzt und Experte im GRANUTOP-Team rät, einfach einen Ballen Stroh guter Qualität auf die Weide zu legen. „Das Pferd kann so immer wieder am Stroh knabbern und so seinen Rohfaserbedarf decken“, sagt der Veterinärmediziner mit Praxis in Dettingen/ Erms. Eine weitere leicht zu realisierende Maßnahme ist außerdem das Angebot von überständigen Weiden, also Flächen mit hohem Strukturanteil. Pferde bekommen hier Rohfasern, die für eine geregelte Verdauung so wichtig sind. Neben der Jahreszeit beeinflussen weitere Faktoren  die Nährstoffzusammensetzung des Grases. Dazu gehören:

  • Auswahl der Aussaatmischung (Pflanzenzusammensetzung)
  • Bodenart / Bodenverhältnisse
  • Weidemanagement (Düngung, Pflegemaßnahmen z.B. Abäppeln)
  • Beweidungsintensität (Überweidung)

Optimal: Laboranalyse des Bodens und Rationsberechnung

Wer ganz genau wissen will, ob sein Weidegras das Pferd bedarfsgerecht ernähren kann, sollte Bodenproben ziehen, um daraus Aussaatmischung und die Düngung zu optimieren. Denn nur eine Laboruntersuchung kann die genauen Inhaltstoffe des Grases bestimmen. Mit diesen Daten kann dann eine Rationsberechnung erfolgen und eine Aussage gemacht werden, ob das Pferd über das Weidegras ausreichend versorgt wird. Da die meisten Pferdehalter aber auf eine solche Laboranalyse und eine Rationsberechnung verzichten, gehen die meisten immer noch davon aus, dass  die reine Weidehaltung ausreichend für die Ernährung des Pferdes ist.

Die Folgen mangelnder Ernährung sind langfristig

Die Ernährungsexpertin Dr. Christa Finkler-Schade weiß allerdings, dass genau das nicht der Fall ist: „Häufig mangelt es Pferden, die sich ausschließlich von Weidegras ernähren, an wichtigen Mineralstoffen wie Kalzium, Natrium, Kupfer, Zink und Selen. Die Folgen des Mangels sind oft erst im Herbst zu beobachten: so kann ein schlechtes Immunsystem und dadurch bedingte Infektionen z. B. der Haut und/oder der Atemwege die Folge von zu wenig Zink über einen längeren Zeitraum sein.“ Da die Pferde dann, wenn sie krank werden, oft nicht mehr auf der Weide stehen, wird die Verknüpfung zur Weidesaison und der damit verbundenen Ernährungssituation von den Tierhaltern nicht mehr hergestellt.

Hochträchtige Stuten und Stuten mit Fohlen sind Hochleistungspferde

Pferde, die weder geritten werden noch tragend sind, können ihren Energie- als auch Eiweißbedarf tatsächlich oft problemlos auf der Weide decken. Pferde, die als Reitpferde höher beansprucht werden, in der Wachstumsphase oder hochträchtig sind sowie Stuten, die ein Fohlen haben, sind mit der  Weidehaltung in der Regel nicht ausreichend versorgt. Das Verhältnis von Eiweiß zur Energie ist mit bis zu 15:1 sehr groß, das bedeutet:  das Energieangebot ist nicht mehr ausreichend, das Eiweißangebot dagegen vergleichsweise hoch. Die Fütterung des Pferdes sollte sich daher immer nach dem Leistungsanspruch richten: Eine Stute in der Hochträchtigkeit und zu Laktationsbeginn ist dabei wie ein Hochleistungspferd zu betrachten. Steht ein Pferd auf mageren oder überweideten Wiesen, muss es mit speziellem Engergiefutter zugefüttert werden, um das Energiedefizit auszugleichen.

Knochenabbau durch zu wenige Mineralstoffe

Ganz unabhängig davon ob das Pferd zusätzliche Leistung bringt oder doch nur auf der Wiese steht: jedes Pferd hat spezielle Bedürfnisse was die Versorgung mit Mineralstoffen angeht. Pferde, die ausschließlich auf der Wiese stehen, erhalten meist zu wenig Zink, Kupfer, Selen, Natrium und. Dabei benötigen gerade Zuchtstuten und Fohlen ausreichend Calcium, Kupfer und Selen. Erhalten sie nicht genug von diesen Mineralstoffen, drohen bei Fohlen Störungen in der Skelettentwicklung oder schon beim Fötus Skelettmineralisierung. Bei laktierenden Stuten, die an einer Calcium-Mangelernährung leiden, können
Knochenabbau, Ataxien, Tetanien oder Milchmengenverlust die Folge sein. Eine gezielte Mineralfuttergabe bei einem so erhöhten Bedarf ist deshalb immer zwingend notwendig. Die Mineralstoffzusätze im Handel sind in der Regel auf Heu/Hafer-Rationen angepasst. Pferde, die aber auf der Wiese stehen, sollten in der Weidezeit ein Zusatzfutter mit möglichst wenig Vitamin A und D3 bekommen. Mittlerweile sind einige Mineralzusätze, die die Bedürfnisse von Weidepferden berücksichtigen, im Handel erhältlich.  Dennoch sollten Pferdehalter zusätzlich sollte zum Elektrolytausgleich, während der Weidehaltung einen Salzleckstein anbieten.

Das richtige Gras gegen Hufrehe

Wer schon einmal ein Pferd mit Hufrehe hatte, wird früher oder später über den Begriff „Fruktangehalt“ stolpern. Es wird vermutet, dass die Fruktangehalte im Weidegras ein Hauptauslöser für Hufrehe sein könnten. Fruktan ist ein Kohlehydrat und dient beim Wachstum der Pflanze als Energiezwischenspeicher. Gerät die Pflanze in Stress durch Überweidung oder Frost, wird vermehrt Fruktan eingelagert. Die Fruktangehalte im Gras lassen daher im Verlauf der Weidesaison eine jahreszeitliche Variation erkennen, die oftmals mit höheren Werten im Mai, Oktober und November und niedrigeren in den Sommermonaten einhergehen. Gerade an frostkalten Tagen mit viel Sonnenschein, nehmen die Fruktangehalte in der Pflanze zu. Sie betreibt dann vermehrt Photosynthese, wodurch Fruktane produziert und gespeichert werden, da das Wachstum fehlt.  Aber nicht alle Gräser enthalten gleich viel Fruktane.  So sind Rotschwingel, Wiesenfuchsschwanz und Knaulgras Sorten mit niedrigen Fruktangehalten. Das Welsche Weidelgras und das Deutsche Weidelgras dagegen zeichnen sich durch hohe Fruktangehalte aus. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift deshalb schon bei der Aussaat auf spezielle fruktanarme Ansaatmischung  zurück.

Giftstoffe im Darm vermeiden, Mikroorganismen ins Gleichgewicht bringen

Aber was macht Fruktan so gefährlich? Hohe Fruktanmengen können im Magen-Dünndarm meist nicht umgewandelt werden und gelangen in den Dickdarm des Pferdes. Die Menge der säurebildenden Bakterien im Darm wächst aufgrund des Fruktans stark an und es kommt zu einer Übersäuerung des Darms. Nutzbakterien dagegen sterben ab. Die dann freigesetzten Giftstoffe gelangen durch die Darmwand ins Blut und erreichen nach rund 48 Stunde den Huf. Die Folge: Ein Reheschub. Bierhefe, Leinöl und Apfeltrester, das starke Trio von GRANUTOP, sorgt unter anderem für ein besseres Gleichgewicht der Mikroorganismen im Darm (Eubiose).  Es kommt zu weniger Fehlgärungen im Darm und somit zu weniger Übersäuerungen. In einem Praxistest mit mehr als 100 Pferden, beschrieben 84 Prozent der Tester die positive Wirkung von GRANUTOP auf eine bessere Verdauung.

Bild 1: flickr/johndal
Bild 2: flickr/ednl

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